Was denkst DU?

Unter diesem Motto läuft seit Juli 2020 die Online-Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Geländes Am Alten Güterbahnhof. Parallel dazu wurde im Sommer der städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb in zwei Bearbeitungsphasen gestartet.

17 Teams aus Deutschland und Europa haben sich der spannenden Aufgabe angenommen, für das rund 30 Hektar große Filetgrundstück in allerbester Innenstadtlage eine Vision für die Zukunft zu entwickeln. An dieser Stelle finden Sie alle Informationen.

Die Bürgerschaft Duisburgs, Verwaltung, Politik sowie viele Akteure der Stadtgesellschaft und auch die Interessenvertreter der Wirtschaft sind sich einig: Das Projektgebiet „Am Alten Güterbahnhof“ kann zu einer internationalen Visitenkarte für Duisburg werden.

Das Areal soll nach jahrzehntelanger Diskussion über Sondernutzungen, insbesondere in Bezug auf großflächigem Handel, sowie der Tragödie rund um die Loveparade im Jahr 2010 zum stadtintegrierten und gemischt genutzten Zukunfts-Stadtquartier entwickelt werden. Einen Schwerpunkt werden neue Arbeitsplätze, wie etwa Büros und Dienstleistungen, Innovations- und Forschungssegmente, urbane Produktionsstätten und Co-Working-Angebote bilden können. Diese Nutzungsangebote sind selbstverständlicher Bestandteil des Neustarts und des neuen Nutzungsmixes, ebenso wie klassisches und verträgliches Gewerbe, Nahversorgung und Gastronomie. Das Wohnen in möglichst vielen Facetten und weitere, kleinteilige lebendige, urbanen Ergänzungsnutzungen und soziale Infrastrukturen zum Wohnen sollen ebenfalls zum selbstverständlichen Bestandteil des neuen Stadtquartiers werden können.

Das Plangebiet muss aus seiner markanten Insellage befreit werden und zu einem „stadtstrukturell“ integrierten Bestandteil Duisburgs avancieren. Die Lagequalitäten mit einer vitalen Duisburger Innenstadt rund um die Königstraße, samt Stadttheater und Hauptbahnhof in unmittelbarer Nähe, können nicht optimaler sein, obwohl die Insellage zwischen den Infrastrukturbändern DB Streckennetz und Stadtautobahn A 59 eine besondere Herausforderung darstellt.

Die Metropolregionen Ruhr und Rheinland besitzen keine adäquaten Flächenreserven zur Stadtergänzung mit solchen Lagequalitäten.

Im Rahmen des zweiphasigen Wettbewerbs müssen für eine Perspektive 2030+ „Stadtquartier Am Alten Güterbahnhof“ weitergehende Antworten und Lösungsvorschläge gefunden werden. Bewusst wird dabei für bestmögliche und hochgradig transparente Ergebnisse eine online-gestützte Beteiligungs- und Beobachtungsoption für die Duisburger Öffentlichkeit eingerichtet. Die nominierte Experten- und Empfehlungskommission der Jury und die über einen internationalen Bewerbungsaufruf gewonnenen 17 Bearbeitungsgemeinschaften arbeiten somit zeitgemäß unter der Beobachtung und Kommentierungsmöglichkeit der Duisburgerinnen und Duisburger.

Die Zweiphasigkeit des Wettbewerbs ist auch durch die Duisburger Kommunikationskultur begründet. Die Stadt Duisburg und ihre Stadtgesellschaft sollen von dem umfangreichen Planungsprozess der nächsten Jahrzehnte partizipieren und Teil der lebendigen und erfahrbaren Meilensteine rund um das neue Duisburger Zukunftsprojekt Stadtquartier „Am Alten Güterbahnhof“ werden können.

Immerhin sind u. a. mit der gelungenen Aufbruchstimmung in der Innenstadt rund um die Königstraße und auch dem heute annährend vollständigen Innenhafen einige Referenzen rund um die Kernstadt vorhanden, die Mut machen für das Duisburg der Zukunft. Das Projekt „Am Alten Güterbahnhof“ wird hier nahtlos anschließen.

Zentrale Leitfragen

Wie kann ein zeitgemäßes, urbanes Stadtquartier für Duisburg etabliert werden und welche Nutzungsbausteine müssen miteinander ein Ganzes ergeben?

Wie kann sich das Entwicklungsgebiet „Am Alten Güterbahnhof“ möglichst gut in den vorhandenen Stadtgrundriss integrieren und wie kann trotz isolierter Lage eine Vernetzung in möglichst alle Himmelsrichtungen und Nachbarschaften gelingen?

Wie kann die Stadtsilhouette Duisburgs zukünftig aussehen und wie kann der Lärmschutz für das neue Herzstück sichergestellt werden?

Wie kann ein zeitgemäßes Mobilitätskonzept an dieser besonderen Stelle aussehen und welche vorbildlichen Ansätze einer vorausschauend nachhaltigen und klimaschützenden Entwicklung und Realisierung sind frühzeitig einzuplanen?

Wie kann die Qualitätssicherung für die weiteren Planungsschritte und auch in den späteren Realisierungsschritten erfolgen?

Worum geht es?

Die genauen Inhalte der Auslobung zum Wettbewerb finden Sie hier.

Welche Teams nehmen teil?

Die Vorstellung aller Teams (Bearbeitungsgemeinschaften aus Stadtplanungs- und Freiraumplanungsbüros) finden Sie hier.

Wer entscheidet?

Eine Jury mit Experten aus Städtebau, Freiraumplanung, Politik und Wohnungswirtschaft wird die eingereichten Wettbewerbs­beiträge fachmännisch bewerten und in zwei Sitzungen (im Dezember 2020 und März 2021) über den Siegerentwurf entscheiden.

Wer sitzt in der Jury?

Eine Übersicht der Sach- und Fachpreisrichter finden Sie ab November 2020 an dieser Stelle.

Wie genau laufen Wettbewerb und Online-Bürgerbeteiligung ab?

Kick-Off-Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung in der Mercatorhalle Duisburg

November 2019

Vor und mit rund 200 Bürgerinnen und Bürgern diskutieren Oberbürgermeister Sören Link, GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer, Stadtplanungsdezernent Martin Linne und Zukunftsforscher Kai Gondlach mit Journalist Martin Ahlers über die Zukunft des Geländes.

Meilenstein 1

Start der Online-Bürgerbeteiligung: Was denkst DU?

Juli 2020

Welche Ideen haben Sie für das Gelände Am Alten Güterbahnhof? Teilen Sie uns Ihre Vorstellungen, Wünsche und Ideen mit!

Meilenstein 2

Start der ersten Phase des Planungswettbewerbs

Juli/August 2020

17 Teams aus Städtebau und Freiraumplanung bearbeiten anonym die Wettbewerbsaufgabe.

Vorstellung der Ergebnisse der ersten Wettbewerbsphase

Dezember 2020

Die Jury hat getagt und eine erste Entscheidung getroffen. Nun sind die Bürgerinnen und Bürger wieder gefragt: Was denkst DU? Bewerten und kommentieren Sie die Entwürfe der Teams!

Meilenstein 3 (verfügbar ab Dezember 2020)

Start der zweiten Phase des Planungswettbewerbs

Dezember 2020

Die Teams überarbeiten ihre Entwürfe und geben Ihnen den letzten Schliff.

Die nächste Chance, sich zu beteiligen

Februar 2021

Nach der zweiten Wettbewerbsphase können sich die Bürgerinnen und Bürger wieder einbringen: Welcher Entwurf ist Ihr Favorit?
Das Meinungsbild wird der Jury für die finale Sitzung übergeben.

Meilenstein 4 (verfügbar ab Februar 2021)

Vorstellung des Gewinner-Entwurfs

März 2021

Im März 2021 kürt die Jury den Siegerentwurf.