Der Sieger steht fest!

Die Entscheidung ist gefallen: Mitte März tagte die neunköpfige Jury des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs zur Entwicklung des Geländes „Am Alten Güterbahnhof“. Am Ende kürte das Gremium den Entwurf des Teams von CKSA Christoph Kohl Stadtplaner Architekten und fugmann-janotta und Partner mbH (beide Berlin) einstimmig und mit deutlichem Abstand zum Sieger des Verfahrens. Wir stellen Ihnen hier noch einmal den Siegerentwurf ausführlich vor.

   

Duisburger Dünen

Die geschwungenen Linien der Auto- und Eisenbahnen durchziehen diesen Teil der Stadt und rahmen das Stadtquartier ein. Im Einklang mit diesen Bewegungen „schwingt“ auch die Bebauung entlang des Quartierparks in der Horizontalen dynamisch mit und eröffnen ständig neue Perspektiven. In der vertikalen Dimension spannt die Skyline dazu einen Bogen über die Autobahn zum Verknüpfungsbereich „ehemaliges Autohaus“.

Neu ist, dass man dies in Zukunft am besten mit dem Fahrrad erfährt: Durch den Park führt ein breiter Radweg, der die Duisburger Innenstadt direkt mit dem Radschnellweg 1 und dem Sportpark Wedau verbindet. Die vielen Höhenunterschiede, die das erhöhte Gelände und die existierende Infrastruktur vorgeben, lassen eine dynamische Bewegungsabfolge erleben.

Die asymmetrische Lage des Parks öffnet das Quartier zum Dellviertel und erlaubt eine optimale Besonnung. Zentrum des Quartiers ist der Platz, an einem großen Teich gelegen, am Nordende des Parks mit Raum für Begegnung und Gastronomie. Die keilförmigen durchgrünten Wohnwege schaffen abwechslungsreiche Straßenperspektiven und bilden nachbarschaftliche Treffpunkte. Die geschützten Innenhöfe bieten Platz für Gemeinschaftsgärten und Spielangebot.


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Unsere Idee für die Loveparade-Gedenkstätte

Die heutige Form der Gedenkstätte ist das Ergebnis einer nie realisierten Verkehrsplanung. Um den Maßstab des Unglücks wahrheitsgetreu abzubilden und auch für Unbeteiligte erfahrbar und verständlich zu machen, schlagen wir vor, die ursprüngliche Breite und das Gefälle der Rampe wiederherzustellen. Innerhalb dieses größeren Raumes dient an der Treppe ein kleinerer Bereich zum Gedenken.

Die neue Brücke über die Straße - das Dunkle - wird dafür erhalten. Ginkgo-Bäume grenzen den Blick ein und lenken ihn in den Himmel - das Helle. Die Mauer, die einen intimen Bereich für die Trauernden schafft, ist wie die Denkmaltafel aus Cortenstahl. Oben auf dem „Balkon“ ist Platz für Informationstafeln mit Hintergrundinformation und Fotos des Geschehens.

Modellbild

Unsere Idee für Duisburg